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GESUNDE LECKERLIE FÜR CHINCHILLAS





Trinkwasserzusätze:

Wer zur Leckerlie Gabe für Chinchillas mit gesundem Nebeneffekt (manchmal nur zeitlich begrenzt und in bestimmten Situationen) in der Geschichte der Chinchillazucht recherchiert, der wird zwangsläufig irgendwann bei den Erfahrungswerten von Großzüchter und Hobbyzüchter in Übersee landen. Ganz einfach weil es hier eine viel längere Tradition in der Haltung von Chinchillas gibt. Hier findet man immer wieder den Hinweis auf bestimmte Leckerlies, die im Folgenden auf CI näher besprochen werden.

ROSEHIP - ROSE HIP

Was viele Leute oft nicht wissen: das bei US-Züchtern so beliebte ROSEHIP hat im Deutschen zwei Bedeutungen.

  1. Rosenblüte
  2. Hagebutte
Meiner Meinung nach entstanden daraus viel Unsicherheiten über die Fütterung von Rosenblüten in D. Man kann natürlich mit allen Rosensorten experimentieren. Wir beschränken uns auf CI wie immer auf die lang bewährte Varianten in der Chinchilla Fütterung, die wir aus Fachquellen und ErfahrungsWissen überliefert haben. Hier im Folgenden Infos und Fakten.

Von der Rosenblüte bis zur Hagebutte!




   

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ROSEN - ROSENBLÜTEN


Rosa Canina, Heckenrose, Hunds-Rose 

ROSEN Rosa gallica L. und Rosa centifolia L.

In der Heilkunde verwendet man die Blüten beider Rosenarten. Sie werden zu diesem Zweck kurz vor dem völligen Aufblühen sorgfältig gesammelt. Ein wichtiger Wirkstoff der Blätter sind dei Anthocyane. Wirksam ist zudem das ötherische Öl, das einen leicht entzündungshemmenden Efffekt hat, sowie heilende Gerbstoffe, die trocknend und zusammenziehend (adstringierend) wirken.
Wissenschaftlich anerkannt ist die Anwendung von Rosenblütenblättern bei leichten Schleimhautentzündungen im Mund- und Rachenraum
In der Erfahrungsheilkunde sind weitere Einsatzgebiete bekannt:
->
hier werden die Blütenblätter wegen ihrer Gerbstoffe bei Durchfall, aber auch bei Erkältungskrankheiten verwendet.

 

Rosa Centifolia

Quelle: Dr. med. vet. Juliana Bartl Kleintierärztin, Autorin von Studie, Fachbuch, Artikeln und Chinchilla-Expertin.

Rosenblüten einzeln und in Abwechslung mit anderen Kräutern zur Einzelgabe jede Woche gefüttert bieten eine schöne Bereicherung im Chinchilla Speiseplan.

Auszug aus der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956-2002)- Elisabeth Wehrend, Deutschland:

Nicht nur für unsere Augen sind Rosen, Wildrosen und Hagebutten ein Genuß. Wir sammeln Blüten, Blätter mit den Stielen und die Früchte. Auch die Gartenrose kann verwendet werden, wenn sie nicht mit chemischen Mitteln behandelt wurde. Die abgefallenen Blütenblätter sind getrocknet für unsere Chinchillas ein großer Leckerbissen. ... Dornen, Stiel und Blatt werden ganz aufgefuttert. 

Welche Rosenblüten darf man füttern ?

Will man ganz sicher gehen, dann nur jene Rosenblüten, die zu guten Hagebutten führen. Qualität: ungespritzt, frei von Fremd- und Schadstoffen. Meine Chinchillas haben schon die verschiedensten Rosenblüten (getrocknet) bekommen - bewährte und in einer risikoreichen Experimentierphase auch solche ohne bewährte Hinweise. Ich konnte keine negativen Nebenwirkungen beobachten, bleibe aber nach negativen Erfahrungen mit experimenteller Naturnaher Ernährung im Umfeld von Hobbyzirkeln, mittlerweile nur noch bei bewährten Varianten. Wichtig: nur UNGESPRITZTE Rosen.

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HAGEBUTTE - ROSE HIPS

Neben der Rosa canina L. auch genannt Hundsrose, Hagrose oder Heckenrose, wobei letzteres Bezeichnung im Volksmund oft mit Hagebutte gleichgesetzt wird  ( = Heckenrose ). Das rührt sicher auch daher, daß sie zu den häufigsten wild wachsende Rosenarten in Mitteleuropa zählt. Aber es bilden auch die anderen Rosenarten wie die Rosa gallica bis hin zur japanischen Apfelrose Hagebutten aus.
Hier im Foto z.B. die Hagebutte der Rosa Gallica, der Blütenblätter in der Heilkunde bevorzugt Anwendung finden (s. oben).


  Hagebutte (Rosa Gallica)

HAGEBUTTE

Hagebutten sind reich an Vitamin C und werden daher zur Vorbeugung gegen Erkältungskrankheiten und Stärkung der Abwehrkräfte angewandt.
In der Erfahrungsheilkunde sind weitere Einsatzgebiete bekannt:
->
bei Magen- und Darmerkrankungen, Gallenbeschwerden und Beschwerden der ableitenden Harnwege

Aus
zug aus der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956-2002)- Elisabeth Wehrend, Deutschland → ErfahrungsWissen

Nicht nur für unsere Augen sind Rosen, Wildrosen und Hagebutten ein Genuß. ... Hagebutten müssen beim Trocknen gut belüftet werden, da sie leicht zur Schimmelbildung neigen, besonders wenn die Luft zu feucht ist. Am besten trocknet man sie auf einem Blech, wobei sie nicht übereinander liegen sollten. Getrocknete Hagebutten sind für die Chinchillas genauso ein Leckerbissen, wie das getrocknete Rosengezweig. Sie bekommen über die Trockenbeere viel Vitamin C und A. Dies macht sie widerstandsfähig gegenüber Infektionen und ist wertvoll für das Fell.

Aus einem Interview mit Gary Neubauer, USA, Autor der Chinchilla Post (1956-2002) und Ehrenpräsident der ECBC → ErfahrungsWissen

Question: How do you feel about treats?

Gary: Limited is okay if it’s something that is good for the animals and you don’t' overdo it I have no problems. Raisins are not my favorite treats, but I’ve seen some products like rose hips that are excellent for animals.

Was sollte man beachten?

Die Kerne brennen. Meine Chinchillas lassen sie von sich aus unangetastet. Ob nun Instinkt, oder Einmal eine schlechte Erfahrung gemacht, reingebissen und draus gelernt, oder ob es die Kommunikation ist und es hat sich unter den Chinchillas rumgesprochen... Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, dann popeln Sie die Kerne vorm Verfüttern raus. Ansonsten das Übliche: ungespritzt, unbehandelt, frei von Schadstoffe. Also möglichst nicht die neben der Autobahn sammeln und verfüttern.

APFEL GETROCKNET - GETROCKNETE APFELRINGE

Apfel - getrocknet oder frisch - ist in der Chinchillahaltung seit langer Zeit ein bewährter Bestandteil als gesundes Gelegenheitsfutter.Sei es die frische Apfelspalte auf Schauen zur Versorgung der Tiere oder nach der Geburt um die Verdauung der Nachgeburt für die Zuchtweibchen zu erleichtern und Verstopfung vorzubeugen. Hier Stimmen aus Fachpublikationen zum Chinchilla.

Auszug aus der Fachzeitschrift Chinchilla Post (1956-02) - Elisabeth Wehrend, Deutschland, ErfahrungsWissen:

Das ganze Jahr über bekommen wir heutzutage Äpfel. ... Es können alle Äpfel genommen werden, egal ob süß, sauer oder Kochäpfel. Die Äpfel schneide ich in schmale Streifen, Schalen und Kerngehäuse werden nicht weggeschnitten. Ein Apfel ergibt immer 24 Spalten. Die apfelspalten trockne ich zunächst auf Backpapier an der Lunft und dann im Backofen bei 50 Grad. Keinesfalls bei höherer , eher bei niedrigerer Temperatur. ... Im Herbst und Winter trockne ich die Apfelspalten ganz einfach auf der Heizung.

Getrocknete Apfelringe, die im Handel erhältlich sind, z.B. in Reformhäusern, sollten nicht verwendet werden, denn sie sind geschwefelt und dadurch haltbar gemacht.

Die getrockneten Apfelspalten verfüttere ich einmal in der Woche an jedes Weibchen und Böckchen. Jedes Tier bekommt etwa drei Stücke. Sie werden gern genommen, auch der Nachwuchs macht sich sehr rasch darüber her. Jungtiere, die von der Mutter abgesetzt wurden, bekommen selbstverständlich auch ihren Anteil.
Sehr bewährt haben sich die Apfelspalten bei Muttertieren nach der Geburt, um Verstopfungen vorzubeugen. Die Weibchen fressen die Nachgeburt sofort auf. Bei einem 2-er Wurf ergeben sich dadurch meist noch keine Probleme, bei einem 3-er oder 4-er Wurf kann es schon eher einmal zu einer Verstopfung kommen. Durch die Gabe von Apfelspalten wird dem vorgebeugt.

Das regelmäßige Füttern mit meinen getrockneten Apfelspalten bringt gleichzeitig einen von mir sehr erwünschten Nebeneffekt. Wenn ich jede Woche einmal jedem Tier seine ihm zustenden Apfelstücke gebe, so halte ich die Hand in den Käfig. Die Tiere kommen, schnuppern und nehmen ihren Leckerbissen aus meiner Hand. Dadurch gewöhnen sie sich auch an meinen Geruch. Wenn Jungtiere geboren werden erschrecken die Muttertiere nicht, wenn ich den Nachwuchs aus dem Käfig hole, um ihn zu begutachten.

Ein Auszug aus den Texten des Autors erscheint hier als Nachdruck mit Exklusiv-Recht für CI.

FRISCHER APFEL

Zusätzlich Anmerkung von der Redaktion (G.S.) der Chinchilla Post (1956-02) zu o.g. Ausführungen von E.W.:

Äpfel, auch in frischem Zustand, werden von Chinchillas außerordentlich gut vertragen. Viele Züchter, die Apfelbäume besitzen, verwenden regelmäßig Fallobst (ungespritzt), um ihre Tiere damit zu füttern. Werden Äpfel verfüttert, ist jedoch zu beachten, daß mit einer kleinen Spalte begonnen wird, z.B. zunächst einmal pro Woche. Die Ration kann langsam bis auf einen kleinen halben Apfel täglich gesteigert werden, ohne daß etwa Durchfall zu beobachten wäre. Auch Apfelschalen (ungespritzt) werden von den Tieren jederzeit gerne gefressen. Bei Ausstellungen und Schauen, beim Transport, bekommen die Tiere statt Wasser häufrig eine frische Apfelspalte gereicht. Besonders bewährt haben sich Äpfel unmittelbar vor dem Werfen und nach dem Wurf:
    1. Einerseits wird, wie oben beschrieben einer Verstopfung durch das Fressen der Nachgeburt vorgebeugt (was übrigens einen wichtigen Zweck erfüllt, da sie dem Tier wertvolle Eiweißstoffe wieder zuführt und andererseits den Milchfluß anregt),
    2. andererseits wird durch die im Apfel enthaltene Flüssigkeit ebenfalls die Milchproduktion angeregt.
    3. Zudem werden noch Vitamine zugeführt (besonders Vitamin C), die für das nach dem Werfen geschwächte Weibchen belebend wirken. Ein Stück Apfel wird in der Regel nach einem Wurf begierig angenommen

Ein Auszug aus den Texten des Autors erscheint hier als Nachdruck mit Exklusiv-Recht für CI.

TRINKWASSER ZUSÄTZE ALS ZUGABE UND LECKERLIE

Trinkwasserzusätze, die in der Chinchillazucht als Erfahrungswissen zum Einsatz kommen:

Weiterführende Information auf CI :


 
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